LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE

Gründung: 1987 -
Gründer: Zusammenschluss zwischen Louis Vuitton, Hennessy und Moët & Chandon. -
Vorstandsvorsitzender Geschäftsführer: Bernard Jean Étienne Arnault (2018)
Aufsichtsratsvorsitzender: - -
Rechtsform: SE -
Unternehmenssitz: Paris, Frankreich -
Branche: Luxusgüter -
Mitarbeiter: 145.247 (2017)
Auszubildende: - -
WKN: 853292  -
ISIN: FR0000121014  -
Rating: - -
Anzahl Aktien in Mio.:  505,03 (2018)
Marktkapitalisierung:  153,35 Mrd. € (2018)
Markenwert:

66,38 Mrd. 

(2012)
Aktionärsstruktur / Inhaber:

Christian Dior SE  -  40,99 %
Arnault Family  -  5,86 %
Capital Research & Management Co.

(World Investors)  -  1,34 %
The Vanguard Group, Inc.  -  1,29 %
OppenheimerFunds, Inc.  -  1,26 %
Norges Bank Investment Management  -  1,22 %
Massachusetts Financial Services Co.  -  0,88 %
LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE  -  0,84 %
Amundi Asset Management SA (Investment Management)  -  0,84 %

Streubesitz/Freefloat  -  52,12 %

(2018)
Auftragseingang: - -
Auftragsbestand: - -
Produzierte Menge: - -
Absatz:

69,1 Mio. Flaschen Cognac

57,4 Mio. Flaschen Champagner

(2013)
Auslieferungen: - -
Patente: - -
Marktanteile: - -
Umsatz: 42.636 Mio. € (2017)
Auslandsanteil vom Umsatz: 90 % (2017)
Operatives Ergebnis: 8.113 Mio. € (2017)
Ergebnis nach Steuern: 5.129 Mio. € (2017)
Bilanzsumme: 68.550 Mio. € (2017)
Eigenkapital: 30.260 Mio. € (2017)
Investitionen: 1.663 Mio. € (2013)
Forschung & Entwicklung: - -
Kurzfristige Schulden: 15.003 Mio. € (2017)
Langfristige Schulden: 23.287 Mio. € (2017)
Kurzfristige Vermögenswerte: - -
Langfristige Vermögenswerte: - -
Homepage: www.lvmh.com -

Aktienkurs in € - 1 Jahr


-Chart von finanzen.net

 

 

 

 

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Geschäftserfolg mit Luxus

Die börsennotierte LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE mit Sitz in Paris ist der weltweite Branchenführer der Luxusgüterindustrie, der Rechte an über 70 verschiedenen Marken hält, die weltweit in 4.374 Geschäften vertrieben werden. Im Geschäftsjahr 2017 beschäftigte das Unternehmen weltweit mehr als 145.200 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von über 42,6 Milliarden Euro. Der größte Teil des Umsatzes (15,47 Milliarden Euro) wird mit Mode und Lederwaren erzielt. In Asien werden bis zu 35 Prozent (davon 7 Prozent in Japan) des weltweiten Umsatzes erwirtschaftet, somit ist der asiatische Raum der größte Absatzmarkt für den Konzern (Stand 2017).

Unternehmensfilm

Unternehmensgeschichte

Der Konzern entstand im September 1987 durch die Fusion der Unternehmen Louis Vuitton und Moët Hennessy, da ihre Vorstände - Henry Racamier (Louis Vuitton) und Alain Chevalier (Moët Hennessy) - eine feindliche Übernahme fürchteten. Der Name des Konzerns setzt sich zusammen aus den Traditionsmarken Louis Vuitton (Koffer- und Taschenhersteller seit 1854), Moët et Chandon (Champagnerhersteller seit 1743) und Hennessy (Cognacproduzent seit 1765). Moët und Hennessy hatten sich bereits 1971 zu Moët Hennessy zusammengeschlossen. Chevalier wurde Präsident des neuen Unternehmens, Racamier wurde sein Stellvertreter.

 

Im folgenden Jahr kam es zunehmend zu Meinungsverschiedenheiten über den Betrieb des Unternehmens. Henry Racamier fühlte sich dominiert und wandte sich daher an den französischen Geschäftsmann Bernard Arnault, dem seit 1985 Christian Dior gehörte (wobei das Parfümgeschäft von Dior 1968 von Moët et Chandon übernommen worden war); Arnault sollte Anteile von LVMH übernehmen und damit Racamiers Position stärken. Alain Chevalier hingegen wandte sich 1988 an den britischen Spirituosen-Giganten Guinness, der einen 12 %-Anteil an Moët Hennessy im Tausch für einen 12 %-Guinness-Anteil erhielt.

 

Die Unterstützer wurden jedoch schnell Feinde im eigenen Unternehmen: Mit Hilfe der Investmentbank Lazard Frères und Guinness übernahm Bernard Arnault 45 Prozent von LVMH. Ein Rechtsstreit mit Henry Racamier - Alain Chevalier war inzwischen ausgeschieden - folgte, aus dem Arnault als Sieger hervorging. Somit konnte Arnault 1989 gegen den Willen der Vuitton- und Hennessy-Familienmitglieder Präsident des Konzerns werden.

 

1990 - auch Henry Racamier hatte den Konzern mittlerweile verlassen - erhöhten Bernard Arnault und Guinness die wechselseitige Beteiligung auf 24 Prozent. Die Allgegenwart des Louis Vuitton-Monogramms Mitte der 1980er Jahre beschädigte den Ruf der Marke als Statussymbol und führte zu Umsatzrückgängen am Anfang der 1990er Jahre. 1994 wurden die gegenseitigen Beteiligungen von LVMH und Guinness neu gegliedert. Guinness besaß nun 34 Prozent von Moët Hennessy, LVMH bekam ein Rückkaufrecht für Anteile an der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft und den Guinness-Anteil an Moët Hennessy.

 

LVMH breitete das Geschäftsfeld auf den Einzelhandel aus, indem es 1996 in DFS Galleria (Kaufhäuser im Duty-Free-Bereich) und 1997 in Sephora (internationale Parfümerie-Kette aus Frankreich) investierte (und zeitweilig auch an Douglas beteiligt war) - trotz der großen Streuung der Geschäftsbereiche und der Vergrößerung des Betriebes. Vor allem der asiatische Markt machte LVMH zu schaffen. Auch der Versuch, die Fusion von Grand Metropolitan (Hotel- und Spirituosen-Konzern) und Guinness auszubremsen, verwandelte sich in einen Rückschlag. Bernard Arnault wollte Moët Hennessy einbringen, um am neuen Spirituosen-Giganten beteiligt zu sein, und hatte daher Milliarden in Grand Metropolitan investiert. Grand Metropolitan fusionierte im Dezember 1997 mit Guinness zu Diageo. Ende der 1990er Jahre erfolgte dann der Umbruch, die asiatischen Märkte wuchsen wieder, LVMH konnte nun neue Marken kaufen.

 

Ab 2010 erwarb LVMH sukzessive Aktienanteile an dem französischen Konkurrenten Hermès, wogegen sich das Familienunternehmen, das eine feindliche Übernahme durch LVMH befürchtete, 2011 durch die Gründung einer Familienholding schützte. 2013 musste LVMH für den undurchsichtigen Erwerb der Hermès-Aktien an die französische Bankenaufsicht AMF acht Millionen Euro Strafe bezahlen. Im Herbst 2014 verkündete LVMH, dass die Hermès-Anteile von fast 23 Prozent am Unternehmen mit einem Gewinn von 2,4 Milliarden Euro an die eigenen Aktionäre abgestoßen werden.

 

2011 übernahm LVMH den italienischen Konkurrenten Bulgari. 2012 kaufte LVMH den britischen Herren-Maßschneider Arny's und den französischen Lederwarenhersteller Les Tanneries Roux. 2013 wurde die Aktienmehrheit an dem italienischen Kaschmir-Hersteller Loro Piana für zwei Milliarden Euro erworben.

 

Im Oktober 2016 wurde bekannt, dass LVMH zum Januar 2017 den Kölner Kofferhersteller Rimowa mehrheitlich übernehmen werde. LVMH erwarb einen Anteil von 80 Prozent für 640 Millionen Euro. Geschäftsführer und CEO ist der 24-jährige Sohn von Bernard Arnault, Alexandre Arnault.

Bilder

Marken der Gruppe

Unterteilt wird in folgende fünf Geschäftsbereiche:

 

Wein und Spirituosen

 

  • Champagner: Moët & Chandon, Ruinart, Mercier, Dom Pérignon, Veuve Clicquot, Krug.

 

  • Cognac: Hennessy.

 

  • Rum: 10 Cane.

 

  • Wodka: Belvedere, Chopin.

 

  • Wein: Domaine Chandon California, Bodegas Chandon, Domaine Chandon Australia, Château d’Yquem, Terrazas de los Andes, Newton, Cape Mentelle, Cloudy Bay, Cheval des Andes, Numanthia.

 

  • Whisky: Glenmorangie, Ardbeg.

 

  • Wenjun.

Mode und Lederwaren

 

  • Louis Vuitton, Givenchy, Céline, Berluti, Kenzo, StefanoBi, Loewe, Marc Jacobs, Fendi, Emilio Pucci, Thomas Pink, Edun, Loro Piana, Nicholas Kirkwood, Rimowa.

 

Die Modesparte von Dior gehört der Christian Dior S.A., die zugleich Mehrheitseignerin von LVMH ist, zu welcher wiederum die Parfümsparte von Dior gehört. Das zwischen 2000 und 2001 aufgekaufte Unternehmen Donna Karan wurde Mitte 2016 verkauft. Das Pariser Lederwaren-Unternehmen Moynat wurde 2011 von Bernard Arnaults Groupe Arnault aufgekauft und gehört somit offiziell nicht LVMH.

Parfum und Kosmetika

 

  • Parfüm: Perfumes Loewe, Acqua di Parma, Bvlgari Parfums, Maison Francis Kurkdjian.

 

  • Kosmetik: Make Up For Ever, Laflachère, benefit cosmetics San Francisco, Bvlgari Cosmetiques.

 

  • Parfüm und Kosmetik: Christian Dior Parfums, Parfums Givenchy, Guerlain, Kenzo Parfums, Benefit Cosmetics, Fresh.

Uhren und Schmuck

 

  • Uhren: Dior Watches, TAG Heuer, Zenith, Hublot.

 

  • Schmuck und Uhren: Fred, Chaumet, De Beers LV, Bulgari.

Einzelhandel

 

  • Duty Free Shoppers, Sephora, Le Bon Marché, Starboard Cruise Services, La grande epicerie de Paris.

Andere Aktivitäten

 

  • Royal Van Lent, Princess Yachts International, Jardin d’Acclimatation, Cova, Nowness, La Samaritaine, Connaissance des Arts, Les Échos, Investir, Radio Classique, Cheval Blanc Hotels, Classica, Arléa.

 

Die älteste Marke des Unternehmens ist das Weingut Château d’Yquem, dessen Geschichte auf das Jahr 1593 zurückgeht. Die wertvollste Marke ist Louis Vuitton, deren Wert im Jahr 2007 auf 20,3 Milliarden Euro geschätzt wurde.

Weltweite Anzahl der Filialen

 

2017

 

2016

 

2015

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

 

2010

 

2009

 

2008

 

2007

 

2006

 

2005

 

2004

 

2003

 

Anzahl der Filialen 4.374 3.948 3.860 3.708 3.384 3.204 3.040 2.545 2.423 2.314 2.048 1.859 1.723 1.693 1.592

Umsatz- und Gewinnzahlen

 

2017

 

2016

 

2015

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

 

2010

 

2009

 

2008

 

2007

 

2006

 

2005

 

2004

 

2003

 

2002

 

2001

 

Umsatz in Mio.  42.636 37.600 35.664 30.638 29.016 27.970 23.659 20.320 17.053 17.193 16.481 15.306 13.910 12.481 11.962 12.693 12.229
Gewinn bzw. Verlust in Mio.  5.129 3.981 3.573 5.648 3.436 3.425 3.065 3.032 1.755 2.026 2.025 1.879 1.440 1.194 723 556 10

Anzahl der Mitarbeiter

 

2017

 

2016

 

2015

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

 

2010

 

2009

 

2008

 

2007

 

2006

 

2005

 

2004

 

2003

 

Anzahl der Mitarbeiter 145.247 134.476 125.346 121.289 114.635 106.348 97.559 83.542 77.302 77.087 71.885 64.253 61.088 59.210 56.260

Karte

Ähnliche Unternehmen

Quelle:

Über LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE

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